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8.7.2007 von mail.
Heute ging es nach Neuhaus im Solling zum 9. Allersheimer Mountainbike Cup.
Das Rennen wollte ich als Testrennen für die nächsten, langen Challenge-Rennen im August und September nutzen. Somit sollte also die 53-km Runde mit 1.000 Hm in Angriff genommen werden.
Nach dem Regen der letzten Tag, zeigte sich das Wetter heute gnädig. Sonne, blauer Himmel und angenehme Renntemperatur. Die Strecke hatte jedoch mächtig gelitten und somit wurden einige Passagen kurzfristig geändert. Auch der heftige Schlammtrail kurz vor Ende wahr wohl unbefahrbar und wurde somit gestrichen, worüber ich am Ende froh sein sollte.
Um viertel vor 9 versammelten wir (Norbert, Jochen, Eckard und ich) uns am Start. Timo und Tobi standen etwas weiter vorn in Reihe 2. Pünktlich um 9 Uhr fiel dann der Startschuß und los ging es. Alle versuchten direkt Plätze gut zu machen und voran zu kommen. Das tat ich natürlich auch. Die ersten knapp 10 km fuhr ich mit Norbert zusammen. Ich fuhr natürlich Anschlag mit nem Puls von 190 bis 195. Also absolut roter Bereich.
In einem heftigen Bergauf-Matschtrail musste ich Norbert dann jedoch ziehen lassen. Das Tempo konnte ich so nicht mehr mitgehen, schließlich wollte ich ja ohne Krämpfe durchkommen. Also schaltete ich nen Gang zurück und fuhr mein Tempo weiter. Dabei versuchte ich den Puls runter zu bekommen, was mir aufgrund der kräfteraubenden Trails nicht so recht gelingen wollte. Die Beine wurden schwerer und schwerer.
Bei KM 20 spürte ich ein leichtes Zucken im rechten Oberschenkel, als ich kurz im Stehen antreten wollte. Also wieder hinsetzen und noch langsamer, Puls weiter runter.
Zwischenzeitlich fuhr ich für mich sehr niedrige 159 bis 169. Nun fühlten sich die Beine gar nicht mehr so gut wie zu Beginn an. Einer nach dem anderen überholte mich am Berg. Manche konnte ich bei Abfahrten bzw. geraden Stücken wieder einholen.
Ich dachte nur, wann holt Jochen mich ein? Aber er kam nicht.
Bei KM 33 dann leider wieder das alte Elend. Krämpfe. Und zwar nicht zu knapp, direkt in beiden Oberschenkeln. Ich versuchte also die Tritte nicht mehr zu drücken sondern zog nun die Pedale nach oben, um die Beine zu entlasten. Das half aber nur bedingt.
Und wie sollte es auch anders sein, fuhr an einem Anstieg Eckard an mir vorbei. Ich hätte verzweifeln könne, weil ich kein Chance zum Dranbleiben hatte. Schnell hatte er einen Vorsprung von gut 250 m. Nun versuchte ich im etwas flacher werdenden Anstieg trotzdem an Ihn heranzufahren. Bei KM 39 ungefähr, spürte ich wie die Beine besser wurden und ich wieder voll belasten konnte. Somit dauerte es auch nicht lang bis ich zu Eckard aufschließen konnte und ich Ihm auf die Schulter klopfte. Er fragte nur verwundert wo ich her komme.
Wir fuhren knapp 1 KM zusammen und im nächsten Anstieg fragte er noch, ob meine Beine wieder OK sind, in dem Moment platzten diese wieder fast. Wieder Krämpfe. Ich hätte heulen und verzweifeln können. Jetzt konnte ich endgültig nicht mehr an Ihm dran bleiben. Im letzten Trail konnte ich dann auch nicht mehr vom vorderen, mittleren Kettenblatt auf das Kleine schalten, was meinen Krämpfen überhaupt nicht gut tat.
Nach dem Trail, angefeuert von 2 Streckenpostinnen des Roten Kreuzes, versuchte ich dann noch mal alles. Es ging jetzt ca.3 km nur noch bergab. Also höchsten Gang rein und mit 50 bis 60 Sachen Richtung Ziel knallen. Vielleicht könnte ich ja doch noch jemanden einholen, dachte ich mir, aber zumindest nicht mehr überholt werden. Die 3 letzten Rechte-Winkel-Kurven halsbrecherisch genommen war ich froh über die Ziellinie zu fahren.
Geschafft in 2:47 Std. und ein paar Sekunden. Ca. 2 min hinter Eckard.
Platz 14 in meiner Altersklasse (womit ich nicht wirklich nicht mehr gerechnet hätte)
Platz 89 in der Gesamtwertung
Jochen ist leider, wie ich im Ziel erfuhr, mit Schaltungsproblemen ausgeallen.
Die Rennergebnisse gibts auf der Homepage nachzulesen.
Jetzt geht’s also wieder ins Training, da Ende Juli der nächste Marathon über 50 km ansteht. Ein weiteres Testrennen, dann in Nordenau mit über 1.400 Hm. Hier werde ich mir dann auch ne neue „Rennstrategie“ überlegen und mich noch intensiver vorbereiten. Ich will ja auch mal ohne Krämpfe ankommen.
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