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26.8.2007 von mail.
Samstag, 25.08.2007, fand der Ghost Sauerland Marathon in Grafschaft mit Strecken von 47, über 59 bis 109 km statt. Es gingen etwas über 1.000 Biker an den Start. Wahnsinn!
Wir (Tobi, Katharina, Jochen und ich) reisten also Samstag Morgen ins Hochsauerland, um an diesem Event teilzunehmen. Tobi und Katharina musste, wg. Ihrer Teilnahme an der NRW Marathon Trophy, die 59 km Runde bestreiten, Jochen und ich einigten uns auf die „kleine“ 47-km-Runde.
In Grafschaft angekommen hieß es erstmal, schnell zur Startnummernausgabe und Bikes fertig machen, schließlich war es nur noch 1 Std. bis zum Start. Bei der Startnummernausgabe erfuhr ich dann, dass es mehrere Startblöcke (nach Startnummern) geben würde. Na super, dachte ich, mit Start-Nr. 1007 stand ich also im letzten Block. Jochen hatte die 754 und stand somit einen Block weiter vorne. Also nix mit gemeinsam losfahren.
Katharina und Tobi hatten aufgrund der Vorjahresergebnisse und Beziehungen das Glück im ersten Block zu starten.
Um viertel nach 9 postierten wir uns in unseren Startblöcken. War schon ganz schön beeindruckend dieses riesige Fahrerfeld von ganz hinten zu sehen. Es waren bestimmt über 100m von meinem Startplatz bis zur Startlinie. Ich hoffte nur, dass ich einigermaßen gut nach vorne kommen würde.
Um kurz nach halb 10 fiel dann der Startschuß und das Feld vorne setzte sich in Bewegung. Unser Startblock wurde aber noch nicht freigegeben. Dies passierte erst ein paar Sekunden später. Und so setzen sich also über 1.000 Biker in Bewegung und ich gab Gas. Na ja, soweit wie es möglich war. Am Anfang war das mehr ne Slalomfahrt durch langsamere Fahrer. Der erste Anstieg verhalf noch nicht wirklich, dass Feld auseinander zu ziehen. Es war mächtig was los auf der Straße. Ich nutze jeden Zentimeter und jede Lücke zum Überholen, ich wollte ja schnellstmöglich zu Jochen aufschließen. Dies war nach ein paar KM, schneller als ich dachte, geschafft. Ich fühlte mich gut. Zwischendurch, an einem steilen Wiesenanstieg, musste ich dann kurz aus’m Sattel, weil so ne Nase vor mir, mitten auf der Strecke vom Rad steigt. Super… Na ja, der Anstieg war aber so steil, dass ich beim Laufen nicht wirklich Zeit verlor. Oben also wieder auf’s Bike und weiter. Zwischenzeitlich konnte ich mich ein wenig von Jochen absetzen und passierte nach ein paar weiteren Kilometern Katharina. Wünschte Ihr kurz alles Gute für’s Rennen und fuhr weiter. Jochen fuhr dann auch wieder zu mir auf. Dann verlor ich kurz den Anschluß zu Jochen konnte aber in eine Abfahrt wieder aufschließen und versucht selbst noch einmal mich absetzen zu können. Beim nächsten langen Anstieg war Jochen jedoch schon wieder hinter mir. Bis dahin schlugen wir ein ordentliches Tempo an und ich fühlte mich eigentlich noch recht gut.
Am Anstieg merkte ich jedoch, dass ich so langsam ein bisschen Tempo rausnehmen musste, um Krämfpen vorzubeugen. Ich fragte Jochen noch kurz bei welchem KM wir sind und er sagte mir noch kurz ,dass dies der vorletzte lange Anstieg sei. (Er hatte ja ein Höhenprofil an seinem Lenker). Und da zog er auch schon davon. Ich konnte nicht mehr dran bleiben und beschloss mein eigenes Tempo zu fahren. Die Beine wurden so langsam schwer. Nun waren also schon über 30 km absolviert und alles lief bis hierhin gut.
Leider ließen die Kräfte ab diesem Zeitpunkt recht schnell nach und wie ich eingestehen muss, habe ich in der ganzen Aufregung und Hetzerei einfach vernachlässigt genug zu trinken. Ich fuhr also in meinem Tempo weiter und freute mich, als ich das Schild für die letzten 10 km passierte. Hier kamen aber noch mal ein paar ordentliche Anstiege, die die letzten Kraftreserven aus den Beinen lockten. Bei einem dieser Anstiege machten sich dann die Oberschenkel wieder bemerkbar in Form des altbekannten Zucken, kurz vor den Krämpfen. Also Gang runter und kurbeln und nicht zu viel Kraft aufwenden.
Bei KM 3 vor dem Ziel bekam ich dann doch kurz Krämpfe und konzentrierte mich nur noch darauf einen ordentlichen Tritt zu finden. Ich hoffte, dass der letzte Anstieg nun endlich vorbei geht und ich das Ziel erreichen würde. Auf der Zielgeraden konnte ich es mir dann auch nicht mehr nehmen lassen, noch mal ordentlich anzutreten. Schließlich war auch viel Publikum da und klatschte Beifall. Im Ziel angekommen, sah ich schon Jochen. Ich hielt an und die Beine verkrampften komplett. Es dauerte gute 2-3 Minuten, bis ich wieder einigermaßen stehen konnte. In dieser Zeit kam dann auch schon Tobi ins Ziel!!! Unglaublich. War er doch ca. 12 km und ca. 400 Hm mehr gefahren.
Tobi 7. Platz Altersklasse (von 50) / Platz 23 gesamt (von 426) auf der Strecke
Katharina 5. Platz A-Kl. (von 8 ) / Platz 233 (von 426)
Jochen 8. Platz A-Kl. (von 77) / Platz 40 gesamt (von 233)
Frank 16. Platz (von 28) / Platz 65 (von 233)
Leider wurden in der Altersklasse alle Fahrer gewertet, also auch Lizenzfahrer, sonst wären die Ergebnisse noch etwas besser ausgefallen…
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12.8.2007 von mail.
Samstag, 11.08.2007, das nächste Rennen zur Challenge4MTB stand an. Hierbei handelte es sich um ein 3 Stunden Rennen bei dem ein Rundkurs von ca. 3,3 km Länge mit etwa 70 Hm absolviert werden musste. Es galt so viel wie möglich Runden zu sammeln.
Norbert, Timo und ich wollten das Rennen also angehen. Timo mit Ambitionen auf einen Podiumsplatz, Norbert als Trainingsrennen und um mich ein bisschen mit „Durchzuschleifen“. Bei mir ging es eigentlich nur darum so viel Punkte wie möglich für die Challenge-Wertung zu sammeln.
Corinna war dieses Mal auch beim Rennen dabei, um uns ab und zu im Start-/Zeilbereich Getränke zu reichen.
Zur Vorbereitung und zum Aufwärmen fuhren wir die Strecke 2x ab, um dann pünktlich um kurz vor 13 Uhr am Start in Position zu gehen. Der Start verzögerte sich allerdings noch um ein Paar Minuten, weil die Hohe Anzahl der nachgemeldeten Fahrer noch abgearbeitet werden musste. Dabei bemerkte ich, dass sich auch 2 direkte Konkurrenten in der Challenge-Wertung nachgemeldet hatten, Markus Großerüschkamp und Philipp Grunow. Da war ich natürlich noch nervöser. Schließlich wollte / musste ich heute mindestens Platz 3 unter den Challenge-Fahrern machen, um 80 Punkte zu erhalten.
Das war direkt nach dem endlich erfolgten Start dann aber erstmal nebensächlich. Ich versuchte nun erst einmal, wie vorher geplant, an Norbert dran zu bleiben und einige Runden in seinem Windschatten zu fahren. Die Strecke war eigentlich technisch nicht sehr anspruchsvoll, die erste Hälfte bestand aus einer Bergauf-Passage, dann folgte ein Asphaltstück auf dem es kurz, leicht bergab ging. Am Ende eine 180° enge Spitzkehre nehmen und wieder leicht bergauf. Danach folgte eine rasante Abfahrt, erst auf Asphalt, dann auf Schotter, Waldboden und schon war man wieder im Start-Ziel-Bereich.
Nun versuchte ich also an Norbert dran zu bleiben, dies gelang auch alles wunderbar bis zur ersten Abfahrt. Norbert überholte auf dem Schotterstück einen vor uns liegenden Fahrer, ich natürlich hinterher. In der ersten Runde wollten wir ja schon erstmal Boden gut machen. Leider unterschätzte ich die anschließende Rechtskurve und wurde zu weit nach links aus der Kurve getragen. Dummerweise gab es hier keine „Auslaufzone“, sondern direkt Bäume und eine steilen Abhang. Ich versuchte mich also noch irgendwie an nem Baum festzuhalten, war aber zu schnell und eh ich mich versah überschlug ich mich ca. 3-4 mal und rollte den Abhang runter. Zum Liegen gekommen musste ich erstmal kurz klar kommen. Ich konnte mich noch bewegen. Also aufgesprungen und den Abhang wieder hoch, was gar nicht so leicht war auf dem stielen, erdigen Untergrund. Die Sanitäter riefen mir schon entgegen ob alles in Ordnung sei. Ich erwiederte nur kurz: „Ja!“. Auf der Strecke zurück, sammelte ich mein Bike auf und musste erstmal etliche Fahrer passieren lassen, die den Berg herunter geschossen kamen. Dann wieder ab auf’s Bike und erstmal in Tritt kommen. Schmerzen hatte ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht. Wahrscheinlich zu viel Adrenalin durch den Sturz.
Also weiter mit Gas. Auf der zweiten Runde merkte ich dann, dass ich bei dem Sturz meinen Fahrradcomputer und Pulsmesser verloren hatte. Super. Keine Kontrolle mehr über Puls und Zeit. Das war aber jetzt egal, weiterfahren war angesagt. Auf dem Aspahltstück kam mir Norbert auf der anderen Seite entgegen. Ich sagte nur: „Fahr weiter…“ Am Ende der 2. oder 3. Runde warte Norbert aber im Zielbereich auf mich, um mich zu unterstützen. DANKE!!!
Ein 2-3 Runden fuhren wir dann zusammen weiter, als wir Timo an der Spitzkehre mit einem Platten sahen und er nach Werkzeug fragte. Norbert hielt an um Ihm zu helfen, ich fuhr, nach kurzer Rücksprache, weiter. Später hatte Timo noch mal einen Platten und ging etwas genervt aus dem Rennen.
P. Grunow hatte mich beim Sturz überholt, zusammen mit Norbert konnte ich Ihn jedoch wieder einholen und überholen. M. Großerüschkamp lag einige Meter vor mir. In den nächsten Runden musste ich also alleine zurechtkommen und konnte zumindest Vorsprung auf Grunow herausfahren, dass konnte man an 2 Streckenabschnitten immer gut verfolgen, weil man sich entgegen kam. Nach ca. 1 Stunde wurden die Beine schon müde und ich begann am Berg zu kurbeln, um Kraft zu sparen und Krämpfen vorzubeugen. Dabei bemerkte ich, dass Grunow näher kam. Aber ich konnte jetzt nicht überdrehen. Irgendwann war es dann soweit. Ich wurde von Grunow überholt und konnte nicht folgen. Etwas später schloss dann Norbert zu mir auf. Und wir versuchten weiter zusammen zu fahren. Am Berg konnte ich jedoch nicht folgen und musste mein Tempo fahren. Auf den flacheren Stücken und der Abfahrt konnte ich dann wieder aufschließen. Da mittlerweile die Beine auch schon wieder ein bisschen zu Zappeln begannen (auch bei Norbert) wollten wir nun erst einmal ein paar Runden ruhiger fahren. Einige Runden später zog Norbert das Tempo wieder etwas an, ich konnte nicht folgen. Egal, ich musste mein Rennen fahren, um einigermaßen gut durchzukommen. 80 Punkte hatte ich zu diesem Zeitpunkt eh schon abgeschrieben. Als ca. noch 35 – 40 min zu fahren waren, überholte ich M. Großerüschkamp, der einen Platten hatte und seinen Schlauch wechselte. Dadurch bekam ich noch mal ein 2. Hoch und dachte nur, jetzt den Platz zu sichern. Die letzten 30 min brachen an und auf einmal sah ich den Grunow wieder. Ich hatte aufgeholt. Jetzt dachte ich mir, Scheiß auf Krämpfe, entweder jetzt oder nie. Also erhöhte ich das Tempo. Kurbelte etwas schneller die Anstiege hoch und machte Druck auf den flachen Stücken und den Abfahrten. Wieder im Ziel angekommen kam die Durchsage noch knapp 10 min bis die Streck geschlossen wird. Corinna hatte mir vorher immer mal ne Rundenzeit genannt, somit wusste ich, dass ich am Anfang Rundenzeiten von 8-9 min und in der Mitte knapp über 10 min gefahren bin. Also, jetzt war nur noch Attacke angesagt, schließlich hatte ich ja noch die kleine Hoffnung Grunow einzuholen und noch mal vor Streckenschließung durchs Ziel zu kommen, um eine weitere Runde zu absolvieren.
Und tatsächlich kam ich immer näher an Grunow ran. Auf dem letzten Waldstück vor Start und Ziel hörte ich den Sprecher noch 30 Sekunden, also schnell noch nen langsameren Fahrer waghalsig überholt und Gas gegeben. Auf der Zielgeraden hieß es, noch 10 Sekunden und schwups ich durchs Ziel. Geschafft, noch ne Runde. Und was sah ich da, ich war ca. 20 m hinter dem Grunow. So ging es also auf die letzte Runde, am Anstieg kurbeln, kurbeln, kurbeln. Und dann kurz vor dem Flachstück, war ich direkt am Hinterrad von Grunow. Am Tritt sah ich, dass er platt war. Ich überlegte kurz, fuhr vorbei und machte nur noch Gas, die Beine immer kurz vor den Krämpfen, aber das war jetzt egal. Also, raus aus dem Sattel und weiter Druck machen. Und da hatte ich auf dem Asphaltstück Norbert vor mir. Ich schrie nur noch: „Fahr Norbert, der Grunow ist hinter mir.“ Ich glaube Norbert war etwas überrascht, erschrocken, dass ich wieder hinter ihm war. Also gaben wir noch mal alles. Halsbrecherisch ging es in die Abfahrt. Norbert versuchte noch mal mich abzuschütteln, ich klebte aber an seinem Hinterrad. Im Ziel konnte ich mir dann nen Schlußsprint nicht verkneifen und überholte Norbert noch. Abgebremst, runter vom Bike. Und da kamen dann die Krämpfe. Jetzt musste ich erstmal ne Minute stehen bleiben, konnte mich eh nicht mehr bewegen.
Am Ende war ich froh, dass bei dem Sturz nicht mehr passiert war und ich noch meine beiden Konkurrenten in der Challengewertung überholen konnte.
Die genauen Ergebnisse sind leider noch nicht im Netz, reiche ich aber noch nach.
In meiner Altersklasse belegte ich den 7. Platz mit 19 Runden in 3:09:31 h.
Auch wenn ich einige Schürfwunden am Rücken, Arm, Bein und ne schmerzhafte Oberschenkelprellung habe bin ich echt froh, dass nicht mehr passiert ist. Hätte auch schlimmer ausgehen können. Na ja, manchmal braucht auch mal Glück oder nen Schutzengel.
Meinen Tacho habe ich übrigens auch wieder gefunden!
Ergebnisse und Fotos folgen…
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5.8.2007 von mail.
Heute wurde mit unserer wöchentlichen Sonntagstour eine harte Trainingswoche und somit die Vorbereitung für die 3 h von Detmold abgeschlossen.
Am Mittwoch begann die Vorbereitung mit einer 82km langen Runde mit dem Rennrad die in 2:48h bewältigt wurden. Am Donnerstag und Samstag ging es dann jeweils 113 km auf die Walther-Gals-Quali Runde, auch wieder mit dem Rennrad. Für diese Strecken waren knapp über 4 Std. notwendig.
Und heute ging es dann also mit dem Mountainbike auf die letzten 52 km für diese Woche, für die nochmal 2:29 h aufgebracht werden mussten. Eigentlich sollte heute eine ruhige Runde stattfinden. Aber ich hätte es mir eigentlich schon denken können, dass es anders kommen würde. Von Anfang an wurde direkt ein extremes Tempo angeschlagen. Schnell merkte ich an den Bergen, dass heute nicht mehr viel los war, mit den Beinen. Die waren total schwer und wollte überhaupt nicht mehr “arbeiten”.
Nach ca. 20 km wurden die Beine etwas besser, die Berge konnte ich trotzdem nicht schneller hoch fahren. Die Beine waren leer.
Jetzt ist eine Woche Pause angesagt. Ich hoffe das mit dieser harten Trainingswoche ein guter Grundstein für das 3 Stunden Rennen am Samstag gelegt ist. Wird sich zeigen…
Am Freitag gibt es nur nochmal ne kurze, leichte Vorbelastung beim Spinbike-Kurs.
Rennbericht von Detmold gibt’s dann später.
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2.8.2007 von mail.
Am Samstag, 28.07.2007 hieß unser Ziel Nordenau im Hochsauerland. Hier wollten wir (Tobi, Kathi, Jochen und Frank) unseren nächsten Marathon bestreiten.
Auf der 53 km Runde (die 56 km lang war) mussten 1.500 Hm überwunden werden.
Tobi hatte mich schon vorgewarnt, dass die Strecke hart werden würde.
Und, wie typisch für diesen Sommer, der Regen in den Tagen vorm Rennen. In Driburg regnete es sogar an dem Samstag noch, in Nordenau war es dann zum Glück trocken und teilweise kam sogar mal die Sonne durch. Das „Trocken“ galt aber wirklich nur für’s Wetter und nicht für die Strecke.
Der Startzielbereich befand sich auf einer Wiese, die schon ordentlich matschig war. Um 15 Uhr starten dann pünktlich die knapp 400 Fahrer/-innen auf die 36 km bzw. 56 km Runde.
Da ich ein bisschen spät am Start war, durfte ich mich in der vorletzten Reihe einorden
und konnte erstmal in Ruhe losradeln, da der erste schmale Anstieg wenig Platz zum Überholen bot. Für mich letztendlich gut, weil ich ja sowieso etwas ruhiger beginnen wollte, um das Problem mit den Krämpfen endlich mal in den Griff zu bekommen.
In der ersten Waldsteigung ging dann aufgrund des Matsch schon nicht mehr viel. Vor mir wurde gebremst, von den Rädern gestiegen und geschoben. Keine Chance vorbei zu kommen. Also runter vom Bike, Bike geschultert und quer durch den Wald an ein paar Bikern vorbei gejoggt. Und zack wieder auf’s Rad und weiter… In der ersten Stunde fuhr ich, wie eigentlich immer, in einem Pulsbereich von 180 bis 190. Die Berge ging ich dieses Mal jedoch mit niedrigeren Gängen und weniger Kraft an. Kurbeln war angesagt. Die Krämpfe der vergangenen Rennen immer im Hinterkopf. Deshalb nahm ich dann auch nach ca. 1 Stunde „Tempo“ raus und versuchte den Puls unter die 180 zu drücken, was auch relativ gut funktionierte. Leider fuhren hier an den Bergen etliche Fahrer an mir vorbei. Ziel war es trotzdem besonnen zu fahren, auf den Puls zu achten und ohne Krämpfe ins Ziel zu kommen!
Nach 36 km passierte man den den Start-Ziel-Bereich. Hier konnte man nun das Rennen beenden oder die 2. Runde mit den restlichen 20 km in Angriff nehmen. Hier warteten fast noch einmal die gleichen Hm wie auf den vorangegangenen 36 km. Super…
Aber egal, strampeln, strampeln, strampeln…. Bei KM 40 innerliche Freude, da die Beine immer noch gut waren. Von Krämpfen keine Spur. Also weiter… Ein paar KM später, dann doch noch 2-3 x leichtes Zucken in den Oberschenkeln. Es kamen jedoch keine Krämpfe.
An einem der letzten schweren Anstiege, bei dem Versuch 2 vor mir liegende Biker einzuholen, dann noch ein kleines „Erfolgserlebnis“. Der Biker direkt vor mir wurde langsamer am Berg und schrie auf. Ich fragte: „Alles OK?“ Er meinte nur, dass er Krämpfe hat. Dieses beschissene Gefühl kenne ich. Ich sagte nur das er was trinken soll und kurbelt schön weiter ![]()
Nun lag also nur noch ein Biker vor mir, der überholt werden musste. Dieser steig plötlich in der Mitte des nächsten Anstiegs vom Rad und ruhte sich kurz aus oder was auch immer?! Unbeirrt kurbelte ich weiter. KM 50 wurde passiert und meine Beine fühlten sich noch relativ gut an! Ich konnte sogar das Tempo noch einmal anziehen und war froh als ich die letzte, halsbrecherische Matsch-Abfahrt bewältigt hatte und der Streckehnposten mir zurief: „Nur noch 500 m“. Also Tempo noch mal ein bisschen anziehen und nur noch ankommen!
Nach 3:24 h war es geschafft. Im Ziel hatte ich dann zwar nen ordentlichen Rückstand auf Tobi (45 min) und Jochen (12 min). Die Freude ohne Krämpfe durchgekommen zu sein bei der anstrengenden Strecke überwog jedoch! So könnte es ruhig weiter gehen. Jetzt müsste ich nur noch schneller werden
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