Archive für September 2007

Bikesaison fast zuende

So, nun ist sie also bald vorbei, die Bikesaison.

Nach dem Pyrmont Marathon hab ich mir erstmal ne schöne Erkältung eingefangen und musste 2 Wochen Zwangspause einlegen.
Als ich dann wieder auf’s Bike stieg, ging erstmal gar nicht mehr viel. Das Biken fiel einfach nur schwer. Schwere Beine, keine Kraft… Ich fühlte mich einfach nur schlapp.
Die Saison war anstrengend und wahrscheinlich war es letztendlich alles ein bißchen viel.

Im letzten Jahr bin ich mit 1.500 km in den Radsport eingestiegen. Momentan stehen in diesem Jahr 4.400 km auf dem Tacho. Wie gesagt, wohl etwas zu viel…

In der nächsten Woche werde ich am 06.10. 2007 nun auch nur noch am Challenge4MTB Finale beim Nachtglühen in Barntrup teilnehmen und die Saison dann hoffentlich mit einem guten Ergebniss abschließen. Den Langenbergmarathon am 07.10. werde ich mir nicht mehr antun, da die Form momentan eh nicht mehr da ist.

Im Oktober stehen dann erst nochmal 2 Wochen Komplettpause. Ende Oktober wird dann erstmal ein Leistungstest (mit Laktatmessung) in der Paderborner Uni absolviert, um meine Puls-Trainingsbereiche ganz genau bestimmen zu können.
Anhand dieser Bereiche werde ich dann  auch endlich einen guten Trainingsplan erstellen können und mich schon wieder auf die neue Saison vorbereiten. ;-)
Schließlich steht man ja immer irgendwie im Konkurrenzkampf…

Und heute hat es dann auch endlich mit nem Rennrad geklappt. Ich konnte dank Tobi’s Hilfe ein gutes, günstiges bei Ebay ersteigern. Somit ist die Voraussetzung für eine solide, gute Saisonvorbereitung für 2008 gelegt!

Ich werde weiter berichten! :-)

Fitnesstest im 2. Anlauf erfolgreich absolviert

Am 29.09.2007 fand bei uns im Fitness-Studio Fitness-Test nach dem offiziell anerkannten Strenflex-Fitnesstest statt. (http://www.strenflex.org/file/pdf/FitnessTest.pdf)

Mit hoher Erwartung und Anforderung an mich selbst ging ich den Test also an. Es sollte direkt Gold werden. :-)
Also mit Sascha um 13 Uhr im Studio verabredet, um den Test zu machen.
Es waren noch 2 Leute vor uns dran, bevor wir endlich aktiv werden konnten. Sascha machte den Anfang und ich feuerte Ihn erstmal an. Nach den 6 zu absolvierenden Übungen kam Silber bei Ihm heraus. Mehr war wegen der Bauchübung nicht drin, dass sagte er vorher schon selbst. Alle anderen Übungen hatte er auf “Goldkurs” bewältigt.

Nun war ich also an der Reihe und direkt nach der ersten Übung, dem Cardio-Test, war alles schon wieder vorbei. Der Puls ging nicht schnell genug runter und blieb nach 1 min Erholungspause bei 100 hängen. Kein Wunder, wenn man von der Seite angequatscht und angestichelt wird ;-)
Na ja, ich  zog die anderen Übungen erstmal mit den Goldanforderungen durch, hatte wg. dem Puls aber nur Bronze sicher. Also kurzerhand entschieden, die Übungen nochmal zu absolvieren. Eben kurz ein Stück Kuchen eingeschoben und ne halbe Stunde Pause gemacht, um den Puls so weit wie möglich runter zu drücken.
Und dann ging es wieder auf. Dieses Mal lies ich mich von Sebastian testen, damit Norbert nicht wieder dazwischenquasseln konnte :-()
Eigentlich wollte ich wenigstens Silber schaffen, weil der Puls beim ersten Test mit 11 Schlägen zu weit weg war von den Goldanforderungen.
Aber siehe da nach absolviertem Cardiotest und der Ruhepause fiel der Puls auf 87 Schläge und lag genau im Goldbereich. Nun musste ich die anderen Übungen auch nochmal absolvieren. Angst hatte ich hier nur vor den 2×40 Situps (pro Seite) Bauch.
Es klappte aber mit Zähne zusammen beißen und Schmerzen aushalten. GOLD…

Jetzt hab ich nur nen üblen Muskelkater, der hoffentlich in 1-2 Tagen wieder weg ist.

Die Hölle hat einen Namen -> Bad Pyrmont

Am 01.09.2007 tat sich die Hölle auf und „kackte“ eine besch….e MTB-Rennstrecke auf die Erde auf der mit Sicherheit viele Fahrer viele Schmerzen erlitten haben!
Ich gehörte zu diesen Fahrern.

Also mal von Anfang an. Der Pyrmonter Marathon war im letzten Jahr mein erster MTB Marathon. Damals ging ich richtig ein und musste die halbe Strecke mit Krämpfen fahren. Die Strecke betrug im letzten Jahr 36 km.
In diesem Jahr wurden 3 Strecken angebot: 44, 58 und 96 km. Da ich in der Challenge4MTB mitfahre kam ich leider nicht um die 58 km Runde herum. Ich hatte mehr als Respekt vor dieser Strecke, ich hatte Angst!

In der Woche vor dem Rennen habe ich Pause gemacht, um alle Kräfte ins Rennen legen zu können. Eigentlich fühlte ich mich auch gewappnet für die Strecke. Dann am Vorabend des Rennens, Regen, Regen, Regen. Ok, da war klar, es wird eine Schlammschlacht und es wird hart.

Am nächsten Morgen also zeitig raus und in „Kolonnenfahrt“ nach Pyrmont.
Norbert,Timo und Katharina gingen auf die 44 km Runde, Tobi, Eckard und ich auf die 58 km Runde. „Strategie“ war es, nicht zu schnell anzugehen und die ersten Stunde auf den Puls zu achten. Blöd nur, dass meine Pulsuhr erstmal ein bisschen rumsponn und ich dann doch nach Gefühl fahren musste. Aber irgendwie kam ich von Anfang an nicht so richtig in Tritt. Ob es letztendlich an der Strecke lag oder an der Tagesform?! Wahrscheinlich an beidem.
Auf jeden Fall wusste ich schnell, dass es heute mehr als hart werden würde. Und so kam es auch. In den ersten KM versuchte ich Kräfte am Berg zu sparen, aber nach 2:45 h in einem der zahlreichen Matschtrails kam ich aus der Spur und musste aus den Pedalen. Beim Aufsetzen des Beins, ein Kramp. Und zwar ein ordentlicher. Ich war am Fluchen. Immer wieder der selbe Mist mit den Krämpfen, dachte ich nur noch. Also versuchte ich erstmal ein bisschen zu Laufen, um die Muskeln wieder locker zu bekommen, dass funktionierte aber irgendwie gar nicht. Somit stieg ich nach ein paar Metern zu Fuß wieder auf’s Bike in der Hoffnung, dass das besser klappt. Und in der Tat, fahren ging besser wie laufen. Also weiter gestrampelt. Der Körper war schon am Ende und ich fuhr mehr in Trance als mit voller Kraft. Die Strecke war heftig und ich wollte einfach nur durchkommen.
Auf der Uhr sah ich mittlerweile schon eine Zeit von über 3 h. Ich dachte nur, dass wird heute ein langer Ritt. Insgeheim hoffte ich die Strecke doch noch unter 4 h bewältigen zu können, daraus wurde aber nichts.

Die letzten 12 km der Strecke hatten es noch mal richtig in sich. Ein langer Matschtrail, der zu diesem Zeitpunkt des Rennen kaum noch befahrbar war. Es war ein Wechselspiel zwischen Biken, versuchen durch die Matsche zu kommen und durch den Matsch stapfen.
Der Spassfaktor lag zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall bei Null! Während der Laufpassagen konnte ich aber wenigstens wieder ein paar Kräfte sammeln und auf den letzten 6 km noch mal ein bisschen Geschwindigkeit aufnehmen und ein paar Fahrer überholen.
Leider brachte mir dies in der Challenge überhaupt nichts. Die Fahrer mit denen ich im Konkurrenzkampf stehe beendeten das Rennen vor mir. Wichtige Punkte verschenkt.
Aber an diesem Tag war nicht mehr drin.
Am Ende standen dann 4:20 h auf dem Tacho und ich war froh, endlich im Ziel zu sein!

Bei Katharina, Norbert und Timo lief es wesentlich besser. Katharina und Norbert siegten in Ihren Altersklassen und Timo belegte in einem sehr stark besetzten Hauptklassefeld den 3. Platz. Hut ab!!!!
Für mich reichte es nur zu Platz 29 von 36. Ein Rennen zum Abhaken. Aber wie könnte man es so schön sagen. Niederlagen machen einen stark. Hoffentlich.

Tobi hatte leider wieder einmal Platten-Pech. Nach 2 Platten ist er aus dem Rennen gegangen…

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