Archive für 3.9.2007

Die Hölle hat einen Namen -> Bad Pyrmont

Am 01.09.2007 tat sich die Hölle auf und „kackte“ eine besch….e MTB-Rennstrecke auf die Erde auf der mit Sicherheit viele Fahrer viele Schmerzen erlitten haben!
Ich gehörte zu diesen Fahrern.

Also mal von Anfang an. Der Pyrmonter Marathon war im letzten Jahr mein erster MTB Marathon. Damals ging ich richtig ein und musste die halbe Strecke mit Krämpfen fahren. Die Strecke betrug im letzten Jahr 36 km.
In diesem Jahr wurden 3 Strecken angebot: 44, 58 und 96 km. Da ich in der Challenge4MTB mitfahre kam ich leider nicht um die 58 km Runde herum. Ich hatte mehr als Respekt vor dieser Strecke, ich hatte Angst!

In der Woche vor dem Rennen habe ich Pause gemacht, um alle Kräfte ins Rennen legen zu können. Eigentlich fühlte ich mich auch gewappnet für die Strecke. Dann am Vorabend des Rennens, Regen, Regen, Regen. Ok, da war klar, es wird eine Schlammschlacht und es wird hart.

Am nächsten Morgen also zeitig raus und in „Kolonnenfahrt“ nach Pyrmont.
Norbert,Timo und Katharina gingen auf die 44 km Runde, Tobi, Eckard und ich auf die 58 km Runde. „Strategie“ war es, nicht zu schnell anzugehen und die ersten Stunde auf den Puls zu achten. Blöd nur, dass meine Pulsuhr erstmal ein bisschen rumsponn und ich dann doch nach Gefühl fahren musste. Aber irgendwie kam ich von Anfang an nicht so richtig in Tritt. Ob es letztendlich an der Strecke lag oder an der Tagesform?! Wahrscheinlich an beidem.
Auf jeden Fall wusste ich schnell, dass es heute mehr als hart werden würde. Und so kam es auch. In den ersten KM versuchte ich Kräfte am Berg zu sparen, aber nach 2:45 h in einem der zahlreichen Matschtrails kam ich aus der Spur und musste aus den Pedalen. Beim Aufsetzen des Beins, ein Kramp. Und zwar ein ordentlicher. Ich war am Fluchen. Immer wieder der selbe Mist mit den Krämpfen, dachte ich nur noch. Also versuchte ich erstmal ein bisschen zu Laufen, um die Muskeln wieder locker zu bekommen, dass funktionierte aber irgendwie gar nicht. Somit stieg ich nach ein paar Metern zu Fuß wieder auf’s Bike in der Hoffnung, dass das besser klappt. Und in der Tat, fahren ging besser wie laufen. Also weiter gestrampelt. Der Körper war schon am Ende und ich fuhr mehr in Trance als mit voller Kraft. Die Strecke war heftig und ich wollte einfach nur durchkommen.
Auf der Uhr sah ich mittlerweile schon eine Zeit von über 3 h. Ich dachte nur, dass wird heute ein langer Ritt. Insgeheim hoffte ich die Strecke doch noch unter 4 h bewältigen zu können, daraus wurde aber nichts.

Die letzten 12 km der Strecke hatten es noch mal richtig in sich. Ein langer Matschtrail, der zu diesem Zeitpunkt des Rennen kaum noch befahrbar war. Es war ein Wechselspiel zwischen Biken, versuchen durch die Matsche zu kommen und durch den Matsch stapfen.
Der Spassfaktor lag zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall bei Null! Während der Laufpassagen konnte ich aber wenigstens wieder ein paar Kräfte sammeln und auf den letzten 6 km noch mal ein bisschen Geschwindigkeit aufnehmen und ein paar Fahrer überholen.
Leider brachte mir dies in der Challenge überhaupt nichts. Die Fahrer mit denen ich im Konkurrenzkampf stehe beendeten das Rennen vor mir. Wichtige Punkte verschenkt.
Aber an diesem Tag war nicht mehr drin.
Am Ende standen dann 4:20 h auf dem Tacho und ich war froh, endlich im Ziel zu sein!

Bei Katharina, Norbert und Timo lief es wesentlich besser. Katharina und Norbert siegten in Ihren Altersklassen und Timo belegte in einem sehr stark besetzten Hauptklassefeld den 3. Platz. Hut ab!!!!
Für mich reichte es nur zu Platz 29 von 36. Ein Rennen zum Abhaken. Aber wie könnte man es so schön sagen. Niederlagen machen einen stark. Hoffentlich.

Tobi hatte leider wieder einmal Platten-Pech. Nach 2 Platten ist er aus dem Rennen gegangen…

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